Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Triberg (Schwarzwald-Baar-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal 

Übersicht:

bulletZur Geschichte jüdischer Einwohner in Triberg    
bulletAus der Geschichte der jüdischen Bewohner in Triberg  
bullet Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge    
bulletFotos 
bullet Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte    
bulletLinks und Literatur   

     

Zur Geschichte jüdischer Einwohner              
    
In Triberg lebte im 19./20. Jahrhundert wenige jüdische Personen, ohne dass es zur Bildung einer jüdischen Gemeinde gekommen ist. Seit 1895 war Triberg eine Filialgemeinde der jüdischen Gemeinde von Offenburg

Im 19./20. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1871 sechs jüdische Einwohner, 1925 10, 1933 noch sechs.  
   
1909 eröffnete F. Kahn aus Basel die koscher geführte Pension "Waldeck" in Triberg. Es ist nicht bekannt, wie lange sie am Ort bestand. Als Rechtsanwalt in Triberg betätigte sich von 1919 bis 1933/37 in Triberg Dr. Leopold Maier, danach übersiedelte er nach Karlsruhe (ausführlich zu ihm siehe Gedenkbuch Karlsruhe http://gedenkbuch.informedia.de/index.php/PID/19/deport/354/name/2728/suche/%2A.html)
   
Von den in Triberg geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen des Gedenkbuches des Bundesarchivs Berlin und nach den Angaben von Yad Vashem, Jerusalem): Frieda Haas geb. Sinsheimer (geb. 1905 in Bühl, wohnhaft in Triberg; Oktober 1940 nach Gurs deportiert, im August 1942 nach Auschwitz und dort ermordet), Otto Erwin Haas (geb. 1899 in Sankt Goar, wohnhaft in Triberg, Gerwigstraße 43 und Mannheim, im November/Dezember 1938 inhaftiert im KZ Dachau, im Oktober 1940 nach Gurs deportiert, im August 1942 nach Auschwitz und dort ermordet; es besteht ein Gedenkblatt für den Bruder von Otto Haas - Friedrich Haas, für den in Hamburg ein Stolperstein verlegt wurde: Link zum Gedenkblatt); Hedwig Heymann (geb. 1891 in Bonn, wohnhaft in Triberg, in der NS-Zeit emigriert in die Niederlande, im August 1942 deportiert ab Westerbork nach Auschwitz, wo sie ermordet wurde (für tot erklärt)); Dr. Leopold Maier (geb. 1880 in Rastatt, bis 1937 in Triberg, 1940 nach Gurs, 1942 nach Auschwitz deportiert und ermordet); Hans Wagner (geb. 1897 in Hanau, wohnhaft in Triberg, gest. an Suizid am 18.3.1935), Milly Wagner geb. Naumann (geb. 1908 in Triberg, wohnhaft in Triberg, gest. an Suizid am 18.3.1935).  
 
Zur Erinnerung an die jüdischen Einwohner Tribergs befindet sich eine Gedenktafel in der Krypta des Kriegerdenkmals der Gemeinde.    
  
  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Bewohner            
    
 Anzeigen der Pension Waldeck in Triberg (1909) 

Triberg Israelit 25051909.jpg (73860 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Mai 1909:   
 
Triberg Israelit 22071909.jpg (75984 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juli 1909:   
  
Triberg FrfIsrFambl 13081909.jpg (52625 Byte)Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 13. August 1909:  

  
F. Kahn aus Basel eröffnet eine Pension in Triberg (1909)  

Triberg Israelit 29041909.jpg (71584 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1909:   

 
Einladung nach Triberg für jüdische Kurgäste (1911)    

Triberg Israelit 15061911.jpg (124600 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit vom 15. Juni 1911: "Seit den letzten Jahren ist uns Gelegenheit geboten, in Triberg, der 'Perle des Schwarzwaldes', fast auf der Höhe (750 Meter) der weltberühmten Schwarzwaldbahn, in Pension Waldeck (Besitzer: F. Kahn, Basel), bei mäßigen Preisen gute Verpflegung zu finden. Bildet doch dieser idyllische, reizend gelegene Höhenluftkurort auch ohne seinen Hauptanziehungspunkt, den 167 Meter hohen, mächtigen, stets wieder anziehenden Wasserfällen mit täglicher elektrischer oder bengalischer Beleuchtung, einem Jeden, was er sucht. Findet doch der Großstadt-Flüchtende, Ruhe- und Erholungs-Suchende in naher und weiter Umgebung auf bequemen und weit sich erstreckenden, ebenen und andererseits ansteigenden Wegen Spaziergänge mit reichlicher Abwechslung in herrlichen, würzige Luft ausströmenden Tannenwaldungen. Der Tourist jedoch kann, Triberg als Standquartier, in der mit Naturschönheiten verschwenderisch bedachten Gebirgslandschaft wochenlang täglich andere lohnende Touren machen. Und nicht zuletzt mag Triberg für das Publikum, das in die höheren Regionen der Alpen will, vor und nach deren Besuch als Übergangsstation und den Kurgästen, die anstrengende Kuren durchgemacht haben, zur Nachkur empfohlen sein."      

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge / des Betsaales          
    
Für die jüdischen Kurgäste gab es sicher in der Pension Waldeck die Möglichkeit, zumindest Sabbatgottesdienste abzuhalten.     
     
     
Adresse/Standort der Synagoge Pension Waldeck   
     
     
Fotos    

 Es sind noch keine Fotos zur jüdischen Geschichte in Triberg und zur Pension Waldeck vorhanden;
über Hinweise freut sich der Webmaster von Alemannia Judaica; Adresse siehe Eingangsseite     
     

         
         
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte        

Juni 2014: Zum Tod von Herbert Broghammer                                        

Artikel im "Schwarzwälder Boten" vom 11. Juni 2014: "Er erinnerte an jüdische Mitbürger
Triberg.
Am 5. Juni ist in Worms der gebürtige Triberger Herbert Broghammer. gestorben. Geboren 1928, besuchte er in Triberg die Volksschule und das Realgymnasium, wo er 1947 sein Abitur ablegte. Zum Kriegsende und in der Nachkriegszeit zeichnete er sich als engagierter Mitarbeiter beim Triberger Roten Kreuz aus. Sein Studium in Tübingen und Freiburg schloss er 1952 mit dem Examen ab, auf das 1954 seine Promotion folgte. Als Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Urologie war er in Heidelberg, Zürich, Frankfurt, Mainz, Liestal, Essen, Ludwigshafen und Worms tätig. Nach seiner Pensionierung 1992/93 beschäftigte sich Herbert Broghammer verstärkt mit der Geschichte seiner Heimatstadt Triberg, vor allem während der Zeit des Nationalsozialismus. Ein großes Anliegen war ihm, an die jüdischen Triberger Mitbürger zu erinnern, die durch die nationalsozialistische Diktatur verfolgt und ermordet wurden. Auf seine Initiative hin wurde in der Krypta des Kriegerdenkmals eine Bronzetafel für die Triberger Mitbürger jüdischen Glaubens angebracht. Broghammer, der neben zahlreichen wissenschaftlichen medizinischen Arbeiten auch Beiträge für die Triberger "Heimatblätter" schrieb, beschäftigte sich aber auch ausführlich mit der Doktorarbeit des Triberger Obervogts Karl Theodor Huber und mit der "erweiterten Prädestinationslehre" des Triberger Stadtpfarrers Josef Heiler, bei dem Broghammer noch zur Schule ging."
Link zum Artikel   

      
        

Links und Literatur  

Links:  

bulletWebsite der Gemeinde Triberg    

Literatur:  

bullet

Herbert Broghammer Antisemitismus im Nationalsozialismus: Hakenkreuz und "Judenstern. Ehemalige jüdische Mitbürger der Wallfahrtsstadt Triberg und ihr Schicksal im Naziterros (Berichte aus der Geschichtswissenschaft). Aachen 2004. 130 S. ISBN 978-3832230951.

    
     

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 15. Oktober 2013