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im Elsass"
Hagenbach (Dep.
Haut-Rhin, Alsace, Oberelsass)
Jüdische Geschichte / Synagogue / Synagoge
Übersicht:
Hinweis: jüdische Gemeinden gab es auch in Hagenbach
in der Pfalz sowie in Hagenbach (Markt
Pretzfeld) in Bayern
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Hagenbach bestand eine jüdische
Gemeinde bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Ihre Entstehung geht in die Zeit des
18. Jahrhunderts zurück. 1780 wurden 67 jüdische Einwohner gezählt, nach
anderen Angaben 1784 42 (in sieben Familien).
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1825 90 jüdische Einwohner, 1846 182, 1861 116, 1885 37, 1897/99 27 (in 8
Haushaltungen), 1910 nur noch
sieben.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule
(Gebäude um 1900 durch Brand zerstört) und ein rituelles Bad. Zur Besorgung
religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der teilweise zugleich als
Vorbeter und Schochet tätig war. Von den Lehrern / Vorbetern werden genannt: um
1884/85 Kantor Heymann (in "Der Israelit" vom 7. August 1884 S. 8,
"Der Israelit" vom 15. Juni 1885 S. 788); um 1886/1895 Abraham Langer
(s.u. und in "Der Israelit" vom 16. März 1893 S. 434, 15. Februar 1894 S. 21,
15. März 1894 S. 410, 12. April 1894 S. 562), 1897 ein Herr Meyer; um
1897/1901 F. Levy (unterrichtete 1897/1901 zwei Kinder der Gemeinde).
Die Gemeinde gehörte zum Rabbinat Durmenach,
nach 1910 (oder bereits seit 1844?) zum Rabbinat Altkirch.
Von den Gemeindevorstehern werden genannt: um 1899/1901 J. Bloch.
In der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg gab es noch zwei jüdische Familien
am Ort.
1936 wurden keine jüdischen
Einwohner mehr am Ort gezählt.
Von den in Hagenbach geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): in der Liste von Yad
Vashem findet sich nur der Name von Josef Langer (1867) aus Hagenbach, Alsace
mit Gedenkblatt.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
| In jüdischen Periodika des 19./20.
Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in
Hagenbach gefunden. |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Kleine Mitteilungen -
Spendensammlungen in der Gemeinde
Anmerkung: in den jüdischen Gemeinden wurden
regelmäßig Spendensammlung für bestimmte Zwecke durchgeführt; über die
Ergebnisse der Sammlung wird immer wieder in jüdischen Periodika berichtet.
- 1886: bei einer Spendensammlung in
Hagenbach"zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder im Heiligen Lande" in der
Gemeinde Hagenbach urch Kantor Abraham Langer: Salomon Wallach
3 Frs. 75 ct., Meier Picard 9 Frs., Isaac Dreyfuß 3 Frs. 25 ct., Bonef
Ullmann 2 Frs. 50 ct., Joseph Bloch und Wwe. Scheine je 2 Frs., Marx Levy
und Wwe. Hindel Bloch je 1 Fr. 25 ct., Adolf Wallach 3 Frs. 65 ct., zus.
(abzüglich 25 ct. Porto) 28 Frs. 40 ct. (Mitteilung in "Der Israelit" vom
20. Dezember 1886 S. 1735).
- 1891: bei einer Spendensammlung "zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder
im Heiligen Lande" in der Gemeinde Hagenbach erhält Kantor Abraham
Langer Chalogeld von sich und Witwe Scheine Didesheim je 1 Fr. 50
ct., Mayer Picard 7 Frs. 50 ct., Josef Bloch 8 Fr. 15 ct., Bunef Ullmann und
Sophie Dreyfuß je 1 Fr. 75 ct. Zusammen (abzüglich 3 Frs. 75 ct. für J.
Rabbinowitz) 18 Frs. 40 ct. (Mitteilung in "Der Israelit" vom 30. Juli
1891 S. 1136).
- 1895: bei einer Spendensammlung "zur Unterstützung unserer Glaubensbrüder
im Heiligen Lande" in der Gemeinde Hagenbach erhält Kantor Abraham
Langer von Meyer Picard 15 Frs., Bonef Ullmann 2 Frs. 50 ct., Witwe
Jeiné 1 Fr. 75 ct., Josef Dreyfus 1 Fr. 25 ct. (Mitteilung in "Der
Israelit" vom 20. September 1894 S. 1419). |
| - 1897: bei einer Spendensammlung "zur
Unterstützung unserer Glaubensbrüder im Heiligen Lande" in der Gemeinde
Hagenbach erhält Kantor Meyer je 1 Mark = 1 Fr. 25 ct. von den
Gemeindegliedern Meyer Picard, Witwe Dreyfuß, Joseph Bloch, Jacques Bloch
sowie von Marx Levy in Dammerkirch (Dannemarie) (Mitteilung in "Der
Israelit" vom 14. Juni 1897 S. 928). |
Der Krieg bedroht auch viele Orte mit jüdischen
Gemeinden im Oberelsass (1914)
Anmerkung: die angegebene Zahl der jüdischen Gemeindeglieder bezieht sich
auf ca. 1890.
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 18. September 1914: "Hagenau, 10. September (1914).
Die schweren Kämpfe im Oberelsaß, die in letzter Zeit zwischen den
Franzosen und Deutschen ausgefochten wurden, erinnern uns daran, dass die
dortige Gegend ziemlich stark von Juden bewohnt ist, die jetzt nicht nur
zum großen Teil gezwungen waren, Heim und Herd zu verlassen, sondern
neben der schweren seelischen Not auch viel durch die Zerstörung von Hab
und Gut zu dulden haben. Es wohnen in dem vielgenannten Altkirch
289 jüdische Seelen, Hirsingen 74, Dammerkirch (Dannemarie)
15, Hagenbach 26, Bergheim
110, Grussenheim 314, Neubreisach
102, Blotzheim 62, Bollweiler
120, Ensisheim 27, Regisheim
154, Dürmenach 205, Hegenheim
169, Hüningen 50, Kolmar
1105, Dornach 202, Mülhausen
2271, Niederhagental 145, Niedersept
124, Pfastatt 73, Markirch
147, Rappoltsweiler 134, Habsheim
73, Rixheim 69, Sennheim
151, Wattweiler (Wattwiller) 37, St.
Ludwig 60, Kembs 50, Sierenz
113, Uffheim 120, Gebweiler
305, Sulz 182, Thann
163, Winzenheim 421 Juden. Die
meisten Familien, besonders in der Mülhauser Gegend, haben sich flüchten
müssen, viele davon haben sich während dieser schweren Zeit in der
Schweiz niedergelassen.". |
Zur Geschichte der Synagoge
Zur Geschichte der Synagoge liegen noch keine Informationen
vor.
Adresse/Standort der Synagoge: unbekannt
Fotos
| Fotos zur
jüdischen Geschichte von Hagenbach liegen nicht vor. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
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Michel
Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire.
Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992. S. 49.163.
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n.e.

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